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Erstes Semester MSc evIDENTIAL uSER ExPERIENCE

Onboarding im Lockdown – mein persönlicher Rückblick

Digital nicht gleich analog

Ab dem ersten Arbeitstag startete ich bei evux gleich im Home-Office. Stefan Wanner und Susanne Schmidt-Rauch versandten all ihren MitarbeiterInnen einen «Home-Office-Kit» zusammen mit viel Schokolade nach Hause. Mehr als zwei Monate war ich im Home-Office bis wir uns das erste Mal trafen. Das war eine Überraschung, die Grössenverhältnisse zu sehen, als wir das erste Mal neben einander standen. Und die Stimmen meiner Kollegen klingen auch anders als durch die Kopfhörer.

evux Home-Office-Kit

Neues Potential im Home-Office entdeckt

Bei der Arbeit in der Lock-down Zeit haben wir erlebt, dass Meetings generell zeitiger beginnen, dass es einfacher ist, mehrere Sitzungen direkt hintereinander durch zu führen und dass mancher Terminkonflikt durch wegfallende Reisezeit abgewendet werden konnte. Ich hatte aber auch manchmal richtig heisse Ohren vom Tragen der Kopfhörer und eingerostete Beine, wenn ich wieder mal stundenlang am Pult gesessen habe.

Digitale Leichtigkeit gefunden

Das Arbeiten von zu Hause und das gleichzeitige Home-Schooling hat diesen Frühling einiges gefordert. Interessanterweise waren die digitalen Tools für diese Arbeits- und Schul-Form schon da. Wenn auch zu Beginn oft nur einige Erfahrung mit digitalen Whiteboards, virtuellen Break-Out-Sessions etc. hatten, adaptierten wir als Gesellschaft schnell. Ich beobachtete, dass in Kürze die «Märchen-Stunde» der Grossmutter, das Feierabendbier mittels Webmeetings (z.B. Zoom), und das kollaborative Arbeiten mit Hilfe von digitalen Notizen, Zeichnungen mittels online Whiteboards (z.B. Miro) zu unserem ganz normalen Alltag wurden.

Teilzeit die funktioniert

In der Schweiz sind ungefähr 11 Prozent der Väter Teilzeiterwerbstätige. Bei evux sind 100% der Väter Teilzeiterwerbstätige. 🙂  Ich bin extrem froh, mit Susanne Schmidt-Rauch und Stefan Wanner zwei Chefs gefunden zu haben, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf voll unterstützen. Meine Frau und ich arbeiten seit der Geburt unserer ersten Tochter vor 12 Jahren als Teilzeiterwerbstätige (meistens beide 60%). Dank dem Verständnis und der Unterstützung unserer Arbeitgeber können wir so teilweise flexibel die Betreuung der Kinder und die Termine der Berufswelt unter ein Dach bringen.

Bei evux arbeiten auch andere Mitarbeiterinnen im Teilzeitpensum. In einem laufenden Projekt zum Beispiel arbeiten Noëlle Rosenberg (80% Pensum) und ich mit unterschiedlichen Präsenztagen zusammen. Zwischen den «Schichtwechseln» führen wir jeweils ein Hand-Over durch. Wir beide haben für unsere Zusammenarbeit ein ideales Instrument für die Aufgabenkoordination gefunden. Mit unserem Kanban-Board (abgebildet im Notion) können wir extrem effizient einander Aufgaben zuweisen und priorisieren, unseren gemeinsamen Projektfortschritt überwachen und Teilaufgaben sehr dynamisch zwischen uns umverteilen.

Digitale Transformation miterlebt

Meine eigene, persönliche «Digitalisierung» durch den Stellenantritt bei evux erlebe ich als eine Begriffsralley und Achterbahnfahrt. Als ehemaliger Innovationsprojektleiter aus der hardwarenäheren Entwicklung konnte ich mein Vokabular ergänzen und mein Verständnis erweitern. Wo ich früher noch von Aufbau, Konstruktion, Gehäuse, Schalttafel, Knöpfen, Menus und Verpackung gesprochen habe, kamen jetzt in den Vordergrund die Begriffe wie Informationsarchitektur, Sitestruktur, Gestaltungsraster, Rastersysteme, Navigationskonzept, horizontale und vertikale Navigationslisten und Tab-Leisten, Mega-Drop-Downs, Off-Canvas-Navigation, Flyouts, Hamburger-Menu, Akkordeon, Overlay, Header und Footer, «primary» und «secondary call-to-action buttons» und schier unendlich viele, weitere Begriffe dazu.

Zur Verwirrung aller haben gemeinsam verwendete Begriffe wie z.B. Machbarkeitsuntersuchungen, Funktionsmuster, Low Fidelity / High Fidelity Prototype und Prototype in den beiden Welten Hardware und Software unterschiedliche Bedeutungen und sind mit verschieden grossen Arbeitsaufwänden erreichbar. Mitunter ein Grund, wieso die Koordination von Projekten mit Produkten/Services komplex ist, die aus digitalen und physischen Teilen bestehen., Genau deshalb sind diese Projekte auch nicht einfach zu meistern, wenn die Hauptführung bei einem reinen Hardware-Entwickler oder bei Software-Entwicklern liegt. Die Komplexität erfordert, aus meiner Erfahrung, ein routiniertes Mix-Team mit T-shape-Profil.

Voll Gas weiter mit der synergistischen Tandemfahrt

Ich habe sehr viel bei evux in diesem ersten Semester gelernt. Die «evüxe» sind gekonnte Fragesteller, sie haben mir wiederholt die Augen geöffnet und mich dabei angestossen, Gewohntes zu hinterfragen.

Die evux fördert, das ist klar erlebbar.

Andersrum konnte die evux auch von mir lernen. Innovation und UX rückten dabei zusammen. Die Betrachtung der Megatrends und Erstellen von spezifischen Trendanalysen mit systematischer Unterscheidung von heute möglichen und erst erahnbaren Rekombinationen und Innovationen hilft, die digitalen Projekt-Konzepte und deren Reichweite besser einzuschätzen. Ein weiteres Tätigkeitsfeld der evux bei welchem sich beste Synergien zeigten, ist die Hauptspezialisierung der evux auf Beratungsunterstützung, welches ein Kundenerlebnis mit einem physischen Raum, entsprechender Hardware und Software beinhaltet. Hier kann ich gemeinsam mit den «evüxen» an der Weiterentwicklung in der IG Beratungsunterstützung und unserer Roadmap für die Positionierung des Themas arbeiten.

Ich freue mich auf weitere evux-Projekte, vielleicht gemeinsam mit Ihnen oder dir!

 

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